Für unser Lifestyle-Dossier hat unsere Redaktion mit einer Newcomerin gesprochen, die seit wenigen Monaten im Escort-Bereich tätig ist. Was sie erzählt, klingt nach einer Story aus einem Indie-Film: ein unvorhergesehenes Date, Jazzmusik, spontane Kulturmomente – und eine romantische Leichtigkeit, die man im Alltag selten findet.
Frage:
Wie kam es überhaupt dazu, dass Sie als Escort arbeiten?
Antwort:
Ich würde sagen, es war eine Mischung aus Neugier, Mut – und einer gewissen Lust, mein Leben um ein paar außergewöhnliche Kapitel zu erweitern. Ich habe einen guten Job, ja, aber der Alltag ist oft… nun ja, vorhersehbar. Eine Freundin erzählte mir von ihrer Agentur. Ich recherchierte, stellte Fragen, führte ein paar Gespräche – und merkte schnell: Das Bild, das viele vom Escort haben, stimmt einfach nicht.
Es geht um Begegnungen, Präsenz, Stil – und manchmal auch ein kleines Abenteuer.
Frage:
Ihr erstes Date war gleich ein kulturelles Erlebnis, richtig?
Antwort:
Fast schon ein Kuratorium für Lebensfreude.
Ein Kunde – eloquent, angenehm zurückhaltend – fragte, ob ich ihn zu einem Jazz-Abend in einer Bar begleiten würde. Ich sagte Ja, natürlich noch mit einer inneren Checkliste: Ist alles sicher? Seriosität? Ablauf? Die Agentur hatte das aber hervorragend vorbereitet.
Wir trafen uns vor dem Club. Als ich ankam, spielte die Band bereits ein Stück, das nach New Orleans 1963 klang – und nach einer Nacht, die alles verändern könnte.
Er strahlte mich an und sagte: „Ich wusste, dass Sie Jazz mögen.“
Ich mochte Jazz erst fünf Sekunden vorher. Aber irgendwie hatte er recht.
Frage:
Was war das Besondere an diesem Abend?
Antwort:
Dass nichts geplant war – und gleichzeitig alles perfekt passte.
Wir sprachen über Architektur (er war ein Fan japanischer Minimalhäuser), über Kaffee (ich bin überzeugte Filterkaffee-Puristin) und über Städte, die man mindestens einmal im Leben besuchen sollte.
Später holte er aus seiner Tasche eine kleine Teedose:
„Gyokuro. Einer der besten grünen Tees Japans“, sagte er.
Wir lachten beide darüber, wie absurd es sei, mitten in einer Jazzbar über Teezeremonien zu sprechen.
Und doch: Der Moment hatte etwas Magisches.
Unaufgeregte Romantik. Subtile Nähe.
Dieses „Wir teilen gerade etwas Besonderes, ohne es laut sagen zu müssen“.
Frage:
Eine Szene wie aus einem Arthouse-Film.
Antwort:
Ja, ein wenig Wes Anderson, ein wenig Richard Linklater – und ein bisschen ich, die staunend mitten drin steht.
Ich hatte nie erwartet, dass der Job solche Erlebnisse mit sich bringt. Kultur, Gespräche, Austausch – das war alles deutlich weniger oberflächlich, als viele vermuten würden.
Frage:
Gab es auch humorvolle Momente?
Antwort:
Oh ja.
Erzählenswert ist definitiv meine unfreiwillige Tanzeinlage.
Es lief ein Stück, das mich irgendwie „erwischt“ hat, und ich habe – sagen wir – eine sehr freie Interpretation davon gegeben. Er grinste und meinte:
„Das ist nicht Tanzen. Das ist Mut.“
Seitdem ist das unser Running Gag.
Frage:
Wie endete der Abend?
Antwort:
Wir gingen ein Stück durch die nächtliche Stadt. Es war kühl, aber angenehm. Er erzählte mir die Geschichte eines versteckten Buchladens, der nur Montagabends geöffnet hat. Ich erzählte ihm von meiner Lieblingsstraße, in der immer ein bestimmtes Café nach Kardamom duftet.
Kein Drama, keine Erwartungen.
Nur ein langer Spaziergang, zwei Menschen und ein Gefühl von Leichtigkeit.
Als wir uns verabschiedeten, sagte er:
„Danke für einen Abend, der sich anfühlt, als käme er aus einem Leben, das ich mir immer erträumt habe.“
Solche Sätze bleiben.
Frage:
Was bleibt für Sie persönlich von dieser Erfahrung?
Antwort:
Dass Nähe nicht laut sein muss.
Dass Kultur verbindet.
Dass Romantik manchmal einfach zwei Menschen sind, die gemeinsam Tee in einer Jazzbar trinken und sich dabei völlig natürlich fühlen.
Und dass dieser Job – wenn man ihn reflektiert und selbstbewusst ausübt – zu Momenten führt, die man im regulären Alltag selten findet.
Frage:
Was würden Sie anderen Frauen sagen, die neugierig auf den Escort-Bereich sind?
Antwort:
Dass sie es nicht aus Angst, sondern aus Freiheit entscheiden sollten.
Dass es ein Job ist, der Persönlichkeit belohnt, nicht Perfektion.
Und dass es vielleicht die Art von Leben öffnet, die man sonst nur aus Büchern, Filmen oder träumerischen Gedanken kennt.
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